Gesucht und gefunden.

und eines Tages werden wir ans Meer gehen, werden Steine sammeln und jeden einzelne ins offene – weite Meer werfen. Um unsere Lasten zu vergessen. Um sie weg zu spülen – jetzt ist Zeit für neue Wege!

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Diesen Artikel widme ich meiner besten Freundin Laura, die ich über krankheitsbedinngte Umstände kennengelernt habe. Gott sei Dank!

Unser erstes Treffen:

Ich lag (wie auch nicht anders zu erwarten) mal wieder in meinem Zimmer im Clemens-Hospital. Ich hatte mal eins für mich alleine und hoffte jeden Tag das bloß niemand neues auf mein Zimmer kommt. Ich hatte da so eine Phase in der ich irgendwie lieber alleine war. Aufeinmal betrat die Schwester das Zimmer und fragte mich ob ich lieber eine 11 Jährige oder eine 16 Jähre auf meinem Zimmer haben möchte. Schweren Herzend entschied ich mich dann schon für die 16 Jährige, jedoch kam in der Nacht niemand. Laura hatte Glück und bekam Zimmer 26! Ich muss dazu sagen, Zimmer 26 ist ein ganz besonderes Zimmer, jeder von uns wollte da rein! Einzelzimmer, schöne Wandfarben, Flachbildfernsehr, großes eigenes modernes Bad. Man könnte auch sagen das dies die Präsidentensweet (verdammt, wie schreibt man denn Sweet? mit ee bedeutet es doch süß? Englisch Kenntnisse = 0!) unter all den Zimmer ist.

Und wie es das Schicksal so wollte wurden wir trotzdem eines Tages zusammen gelegt. Wir waren  Stammgast im Krankenhaus, lagen eigentlich so gut wie immer Zeitgleich im Krankenhaus – Und dann noch auf einem Zimmer.

Es dauerte nicht mal 5 Minuten und wir merkten, das wir beide für einander geschaffen waren!  Wir beide, immer in unseren Kurzen schlafhosen, standen in der Tür unseres Zimmer mit dem Blick auf die Küchentür gerichtet und haben erstmal darüber geredet wer so was da im Kühlschrank hat! (Ich muss dazu sagen, dass der Patienten Kühlschrank wirklich so gut wie IMMER voll war mit meinen Fressalien, denn wenn ich Langeweile habe, dann esse ich! – und das nicht zu knapp! Wir beide verbrachten viel Zeit miteinander. Haben sehr viel geredet und uns aus unseren tiefen geholt. Hätte ich Laura damals und vor allem heute nicht gehabt, weiß ich nicht wo ich gestanden hätte! Denn gerade DU Lauri, bist eine sehr große Tankstelle für mich! Vokalem weil dein Vorratsschrank ebenso groß und vielfältig war!

Und selbst nach dem wir uns nicht mehr im Krankenhaus sehen (Eigentlich ein sehr positiver Punkt, wenn es an unserer Genesung gelegen hätte, nur befinden wir uns jetzt in verschiedenen Krankenhäusern in Behandlung – Wir sind zu alt :-D!) halten wir den Kontakt. Regelmäßig rufen wir uns an, schreiben uns –und hin und wieder schaffen wir es uns zu sehen.

Für Laura:

Es geht nicht um das warum.. sondern darum es als weitere kleine Aufgabe zu sehen! Du – wir .. haben schon so unglaublich viel geschafft, dass du diese Hürde mit leichtigkeit nehmen wirst. Es ist schwer die negativen Seiten und die angst auszuschalten.. aber versuch einfach  zu denken, dass nicht jeder diesem Weg gewachsen ist und DU die jenige bist von der man weiß das sie es schaffen wird! Du darfst dich nicht aufgeben und musst nach vorne sehen. Das wenn und falls und vor allem das Warum – macht uns nur kaputt! Schau zurück und du wirst sehen Laura das deine Vergangenheit nicht nur Schatten mit sich brachte sondern du dank ihr neue Menschen kennen gelernt hast die dir helfen deine Wege gut zu überstehen, diese Krankheit darf es nicht schaffen uns kaputt zu machen! What doesnt kill you makes you stronger!! Du bist so reif und hast so viel Erfahrung nur noch dieses eine mal und unser kleiner Sommertrip kann kommen!! Und sei es nur irgendwo in Deutschland.. glaub mir wir werden einen Strand finden an dem wir barfuß entlang laufen.. und wir beide werden Steine sammeln und sie ins Meer werfen – um abzuschließen. Zusammen – wir beide – für immer.

In ewiger Liebe, deine Saskia!

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2 Gedanken zu “Gesucht und gefunden.

  1. Hallo Saskia! Ich habe deinen Blog schon vor einem Jahr mal entdeckt – war es ein Kommentar auf einem anderen Blog oder ein Favoritenlink, ich weiß es nicht mehr! 😉
    Jedenfalls war ich beeindruckt von deiner Stärke, auch wenn deine Posts oft ziemlich nachdenklich waren! Dooferweise habe ich dann deinen Blognamen vergessen und das Leben ging weiter.
    Als gelegentliche odernichoderdoch-Leserin fand ich dich dann heute morgen in einem Post deiner Schwester wieder, hab das Bild von dir dort sofort erkannt und wollte dir mal Hallo sagen! Bis hierher hab ich jz schon all deine Einträge gelesen und – wenn ich ehrlicb bin – war es die PräsidentenSUITE die mich endlich mal einen Kommentar schreiben ließ… 😉
    Viele Grüße, Marie
    P.S. Du bist wunderschön! 🙂

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