Wenn du heute aufgibst, weißt du nie, ob du es morgen villeicht geschafft hättest!

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Alles was du siehst ist dieser wunderschöne See. Die Sonne geht unter und du genießt den rot-orange schimmernden Himmel, der sich im Wasser des Sees spiegelt. Du gehst auf ihn zu – und bist sofort faziniert von dem was du siehst. Alles was du gerade willst ist schwimmen.  Schwimmen in diesem See, schwimmen mit diesem See, doch du kannst nicht schwimmen. Noch nie wurde dir gezeigt wie es geht! Schon immer war es dein größter Wunsch schwimmen zu können, doch nie hast du dich getraut. Immer hattest du Angst, weil es etwas neues ist, was du nicht kennst und von dem du vor allem nicht weißt wie es geht. JETZT ist der richtige Zeitpunkt – denkst du – und du lässt dich von dem Anblick des Sees so hinreissen, dass du hinein gehst.

„Erster Schritt – das Wasser fühlt sich so gut an. Zweiter Schritt – Es ist kalt, aber ich genieße die Kälte, weil ich hoffe dass das was mich erwartet diese Schritte wert ist, das es mich erfüllt – Glücklich macht, so wie ich es mir immer erträumte. Ich setze zum dirtten Schritt an, doch falle, stehe auf und setzte erneut an. Ein par weitere Schritte vergehen und ich versuche mich ins Wasser zu gleiten, doch es hält mich nicht. – Der Start sah so gut aus, doch ich scheine zu ertrinken. Erster Versuch, zweiter Versuch, viele weitere Versuche … Sinnlos?

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Jahre vergehen in denen ich mich ausschließlich an diesen See halte. Er ist einfach so verdammt faszinierend das ich es nur dort lernen möchte. An dem Ort, der mich von Anfang an so begeisterte. Von mal zu mal werde ich schwächer, werde Kraftloser, versuche zu schwimmen, doch ich kann nicht, weil mich der See jedes mal so runter drückt das ich nicht oben bleibe. Wie oft habe ich in all den Jahren Wasser geschluckt und bin fast ertrunken. Doch wenn ich zurück blicke, dann kann ich doch nicht einfach aufgeben? Oder doch? Vielleicht sollte ich in die weite Welt gehen und nach anderen Gewässern suchen, in denen es vielleicht einfacher ist zu schwimmen, denn ich kann nicht mehr. Bin Kraftlos, sinke zu Boden.  – und so ging ich! Entschlossen das alles hinter mir zu lassen, was mich so zerstörte. Und so mehr ich von der Welt sah, um so weniger vermisste ich den See. Desto weniger wollte ich an den Ort zurück, um in diesem See schwimmen zu lernen!

Und eines Tages, ohne das ich es wollte, stand ich am Meer. Noch nie hatte ich so etwas gesehen. Diese Weite, dieses Endlose und trotzdem so Vertraute, obwohl ich es zum aller ersten mal so wirklich sah. Mehr mals musste ich mich kneifen weil ich immer der Überzeugung war, dass dieser See, dass schönste ist, was ich je gesehen habe. Doch um so mehr ich aufs Meer schaute, um so weniger Bedeutung bekam dieser See.

Jetzt stellt sich die Entscheidende Frage: Auch wenn dich das Meer noch so sehr anzieht, es dir die Erfüllung gibt, nach der du gesucht hast, doch dieser eine Entscheidende Schritt fehlt um schwimmen zu können, gehst du dort trotzdem rein und lässt dich noch mal treiben, scheiterst vielleicht wider, doch schaffst es vielleicht doch dort schwimmen zu lernen? Oder betrachtest du ihn nur, weil du Angst hast. Weil du all die Jahre die Erfahrung gemacht hast, dass du nicht schwimmen lernen kannst. Weil du es so viele Jahre versucht hast. Und wenn du ins Meer gehts und beim ersten Versuch scheiterst und dieses Gefühl wider kommt, was dich erneut zweifeln lässt, ob das Meer wirklich der richtige Ort ist um schwimmen zu lernen, lässt du dich von dem Gefühl was dir so bekannt vorkommt teuschen? Oder wagst du es noch einmal alles daran zu setzten, im Meer schwimmen zu lernen. Denn einen See kannst du mit einem Meer nicht vergleichen.

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„Ach – beides besteht doch aus Wasser, also ist es das selbe – und weil es im See nicht geklappt hat, wird es im Meer ebenso wenig funktionieren, immer hin ist es das selbe!“ – Denkt der, der nur das Oberflächliche sieht! Jemand der aber auf die Kleinigkeiten achtet, sich ans Meer setzt und das Wasser anfängt zu spüren, wird den Unterschied merken zwischen See und Meer. Sie sehen verschieden aus, riechen verschieden, haben unterschiedliche weiten, haben verschiedene Geschichten und doch bleibt das Wasser eine Gemeinsamkeit die man nicht verleugnen kann! – Und die Gemeinsamkeit, der Versuch, noch mal erneut schwimmen lernen zu wollen, oder nicht.

Und nun stehst du da. Weißt nicht ob du es versuchen sollst, nochmals die Kraft auf zubringen die dich einst so kaputt machte und zu schwimmen, oder einfach zu gehen. Es gibt Menschen die gehen den einfachen Weg und drehen sich um, sehen das Meer nicht einmal mehr an, weil sie denken das etwas fehlt um schwimmen zu können, auch wenn es noch so schön ist – einen noch so sehr verzaubert. Dabei hätte man sich einfach nur treiben lassen müssen. Man kann nie sagen ob es falsch oder richtig ist. Aber hat man es nicht mal versucht, alles zu geben im Meer ebenso schwimmen zu lernen, dann verpasst man vielleicht die Chance seines Lebens und wird sich fragen, was wäre wenn… Denn es wird nie wider diesen einen Moment geben, in dem du hättest schwimmen können, in diesem Meer. Klar gibt es viele weitere Gewässer, an die du gehen kannst, aber es wird dir nie die Erfüllung gebeben die du damals vielleicht bekommen hättest – du weißt es zumindest nicht. Denn der Ort an dem du aufgegeben hast, wird dir nie wider das geben können, was dich damals erwartet hätte…

Was ich sagen will ist: Wenn du heute aufgibst, weißt du nie ob du es morgen vielleicht geschafft hättest.

Eure, heute sehr verträumte Saskia.

P.S. Die Bilder hat die liebe Iris von mir geschossen ❤ Ich konnte mich kaum entscheiden welches der Bilder ich hier hoch laden soll! Freut euch in Zukunft auf mehr Bilder von ihr, denn sie und ich haben einige Dinge im Kopf die wir gemeinsam auch mit euch verwirklichen wollen… Seit gespannt. Wenn ihr mit ihr auch gerne mal ein Shooting machen wollt, dann klickt hier und fragt sie einfach an!

P.P.S. Höre die ganze Zeit diesen Song OK KID – mehr mehr

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3 Gedanken zu “Wenn du heute aufgibst, weißt du nie, ob du es morgen villeicht geschafft hättest!

  1. Sehr sehr schöne Worte 🙂

    Unterschätze nie das bisserl mehr an Tragkraft des Salzwassers 😉 Schwimmen lernst du im Meer besser als im See, den wirklich unter gehen kann man eigentlich nicht. Übrigens sehr schöne Bilder. Solltest du mal Lust auf einen anderen Fotografen haben 😉 Das ist meine Seite zum Appetit holen 😉 http://www.tronemines.5cz.de/

    Liebe Grüsse vom Meer (da wo ich wohne)

      1. Schon angeschrieben ^^

        Details sind das EINZIGE was wirklich zählt.. und ja, die meisten sehen sie irgendwann nicht mehr, wenn sie sie je gesehen haben

        Liebe grüsse, Eike ❤

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