Nur der Denkende erlebt sein Leben, an Gedankenlosen zieht es vorbei.

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Mai

Draußen ist die Sonne schon wider verschwunden, aber ich habe es genossen als sie für einen kleinen Augenblick da war. Ich stand auf meinen Balkon und schaute auf die Häuser gegenüber, sah die Kinder wild auf der Wiese spielen, spürte den kalten Wind in meinen Haaren und verschwand mal wider in meiner Welt. Ich fing an mich zu fragen, ob es ein Leben gäbe, dass ich gegen meines eintauschen würde! – Jeder sehnt sich doch nach ein bisschen Erfolg, genug Geld, einer schönen Wohnung und ich mich vor allem nach Gesundheit. Ich grübelte sehr viel darüber nach, doch kam letzten Endes zu dem Entschluss: Nein. Mein Leben gegen ein anderes tauschen? Wer würde dann mein Leben führen? Und wer wäre ich dann überhaupt?

Ich stellte ebenso fest, dass ich  froh darüber bin, dass ich die jenige bin die Krank ist und nicht einer meiner Geschwister, Eltern, Familienmitglieder, Freunde. Ich finde die außenstehende Position beim weiteren hinsehen durchaus schwieriger, als der zu sein, der selber an all dem leidet.. Ich persönlich weiß, dass wenn Judith zum Beispiel, all das hätte durch machen müssen, es mich mehr zerstört hätte, als die Tatsache das ich selber darunter leide.

Ich selber kann schon irgendwie damit fertig werden. Kann selber entscheiden, wie lange ich das noch mit mache, welche Wege ich gehen möchte, aber die anderen können nur zu sehen. Sich an dein Bett setzen und deine Hand halten. Sie wissen nicht, was für dich in dem Moment das Richtige ist, oder was falsch sein könnte, was sie tun können damit es dir wider besser geht. – Klar, man selber weiß es auch nicht so genau, aber man wird meißtens eh so zugedröhnt, dass man von so vielem einfach nichts mitbekommt. Und im nach hinein bin ich so stolz auf mich, dass ich das alles geschafft habe. Bin so Stolz auf die Menschen die all das mit mir durchgestanden haben. 

Heute weiß ich, dass ich lieber alle Krankheiten der Welt an mir selber ertrage, als einem Menschen dabei zu zusehen, den ich aus vollstem Herzen liebe.

Wir alle würden das doch für Menschen tun, die wir Lieben. Denn wenn es vor allem die Liebe nicht gäbe, wären schon so viele Menschen verloren gewesen und manchmal, verletzt man Menschen die einem nur helfen wollen, weil man selber vollstens mit allem Überfordert ist, aber das sollte okay sein, denn wenn ein Mensch dich liebt, dann wird er verstehen wieso du so handelst, manchmal ausfällig wirst, ihn anbrüllst – obwohl er nur helfen will. Doch eins ist sicher und solltest du nie vergessen, die Menschen um dich herum leiden ebenso. Leiden mit dir – leiden vielleicht sogar mehr als du. Weil sie hilflos sind.

aus 1 Korinther 13,1 – 8a
„Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich mein Leben dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts. Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.“

Eure Saskia ❤

Ihr findet mich nun auch bei Facebook Liebesklang

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Ein Gedanke zu “Nur der Denkende erlebt sein Leben, an Gedankenlosen zieht es vorbei.

  1. Liebe,Saskia,
    deinen Worten aus Korinther möchte ich noch hinzufügen (sinngemäß): Jetzt erkennen wir noch stückweise…
    ich finde deine Texte sehr schön, voller Poesie und Tiefgründigkeit. Es ist in der Tat schwerer zu sehen, wie ein geliebter Mensch leidet und Kraft braucht jeder, der Gesunde und der Kranke.

    ich wünsche dir alles Liebe und insbesondere Gottes Segen.

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