Nicht auf dieser Welt.

 

 

Die Folgenden Zeilen beschreiben einen nicht einfachen Part in meinem Leben! Ich war nicht immer so stark wie ich es jetzt bin. Bin geflohen, in eine andere Welt, mit Hilfe von Schmerzmitteln. Eine Zeitlang war ich abhängig. Nicht wirklich körperlich, eher seelisch. Das Thema ist sehr sensibel und ich teile meine Gedanken zu dem Thema mit euch, weil es ein Teil von mir und meinem Leben ist, den ich hiermit endgültig abschließe werde. – Alles wird gut du musst nur Atmen.

 

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Ich bin so weit weg, bin nicht mehr wirklich hier. Nicht hier auf dieser Welt. Jedes mal flüchte ich vor ihr, der Realität, dem Leben, doch es gelingt mir nur für einen Augeblick. – Nicht für ewig. Ich weiß das es falsch ist. Dass das falsch ist was ich tue, aber es hilft mir einfach alles zu vergessen. – In eine andere Welt zu fliehen. In der keine Gefühle exestieren, zumindest keine echten. – ich bin beteubt. Ich liebe es. Ich kann alles vergessen und spüre nichts von all dem was mir so weh tut. – verlassen, verletzt, zerstört. Ich habe vergessen wie es ist müde zu sein. Schlafen zu gehen weil ich müde bin. Ich war schon lange nicht mehr müde, gab mir eine dröhnung wann ich es wollte. Konnte den Tag beenden wann ich es wollte. Jeder Abend war ein Kampf mit Kopf und Seele. Ich wollte aufhören – wirklich! Doch dafür verabscheute ich gerade die Realität zu sehr.. sie hat mir so viel genommen. – ich bin gerade dabei mich selber zu zerstören. Ich bin alleine. Obwohl ich so viele um mich herum habe.

traurig_bunt

 

Tropfen für Tropfen fliege ich davon. Tropfen für Tropfen werden es jeden Tag mehr.Der Kampf immer brutaler mit mir selbst und das Geheimniss immer schwerer. Ich bin unten. Als hätte ich steine an den Füßen und als sei ich verurteilt zu sinken. Gefässelt von meinem Gewissen und dem Genuss des Höhenfluges. Diese Tropfen scheinen mehr Macht zu haben als ich es je wollte. Zu sehr hasste ich einfach den Schmerz den diese Krankheit mir auf alle erdenkliche Art und Weise zufügte. Ich hab doch schon genug ertragen! Und da war endlich etwas, dass mich befreite. VON ALL DEM! Doch Tropfen für Tropfen die ich mehr nahm, wurden es Teopfen für Tropfen weniger in der Flasche. Weniger für mich. Zu wenig für den rest der Zeit. Mir wird immer klarer wie feige ich wirklich bin! Zu feige um mich den Schmerzen zu stellen. Zu feige um mein gebrochenes Herz zu spüren und zu feige um das Leben an zu fassen. – zu feige um mir ein zu gestehen welchen Fehler ich hier mache. Ich habe doch schon so verdammt viel gekämpft! Ich will hier raus. Ich will aufhören mit Kopf und Seele zu streiten. Ich muss mich dem leben stellen und sollte nur damot streiten. Ich bin gesegnet mit einem verdammten Fluch. Ich komm da nicht mehr raus.. Doch um so weniger in der Flasche um so mehr in mir. – Sucht, betrug, gefängniss, geheimniss – Um so mehr in mir, um so weniger im Leben. Ich will das nicht mehr. Ich habe das Gefühl, alles was ich anfasse wird zu Stein. Und alles was zu Steinen wird zieht mich noch mehr runter.. ich kann nicht mal mehr laufen. Krieche alleine, doch will es nich mehr sein. Ich will zurück in meine eigene Welt. Muss entfernen was mich auf dem Boden hält.

 

chaos im Kof

 

Es muss doch einen einfachen Weg geben, um all das irgendwie zu verstehen. Zu entfliehen. Ich schaue zu Flasche. Kopf sagt – lass es! Seele sagt – du brauchst es. Flasche wird immer leerer. Kopf immer voller, Seele immer eigenständiger. Süchtiger. STOP! Sage ich mir.. Abend für Abend sehe ich den Inhalt der Flasche dahin schwinden. Schwanke zwischen weiter Lügen und mich selbst zu betrügen oder den nahekommenden sprung zu schaffen. ALLEINE! – Ich will keine Hilfe! Ich bin doch so stark. – sage ich mir, wärend ich heruntergedrückt von den Steinen meiner Lasten und Geheimisse vor mir her krieche. Ich schäme mich. Hasse mich für das was ich tue. Und genieße es doch so sehr. Letzte Flasche. Letzter Tropfen. Der letzte Abend. Ich weiß jetzt, dass es vorbei sein muss. Ich will mich nicht weiter zerstören. Ich dachte das Leben sei gut so wie es lebte, doch wenn man genau hin sah, war ich zerbrochen und kaputt. Ich lebte in der falschen Welt. – Zeit, auf zu wachen! Und so saß ich, wie jeden Abend an meinem Bett und kippte mir Tropfen für Tropfen die letzte Dosis in meinen Becher. Mischte es mit Wasser und schluckte es runter. Es war komisch. Denn ich wusste, das ist das letzte mal! Ich legte mich in mein Bett und wartete auf dieses wunderschöne, giftige, abscheulich zerstörende Gefühl. – zum letzten mal. Und es überkam mich. Ich wurde müde, spürte diese wärme, diese freiheit, dieses schwerelose. – zum letzten mal. Und so schlief ich ein.. träumte von einem unabhängigen Leben mit der eigenen Kontrolle wieder über mich selbst! Kopf hat den Krieg mit wunden gewonnen.. Seele ist eben so verletzt aber liegt kurz vorm verbluten am Boden, aber wird bald merken das sie nur zusammen mit Kopf überleben kann.. Sie liegt da. Reist durch eine Zeit des Entzugs und der Qualen. Aber überlebt. – und ihr geht es besser denn je- Mir geht es besser denn je! Ohne auch nur einen Tropfen.. ohne einen Tropfen Sehnsucht.

lachen_bund

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