Alleine wohnen und krank werden.

Sein wir doch mal ehrlich, wenn wir ausziehen denken wir an vieles! An die neugewonnene Freiheit, die eigenen Vierwände, die „unbegrenzten Möglichkeiten!’’. Eigene Unordnung, eigene Gestaltung, eigenes Limit der Lautstärke sowie die Auswahl der abgespielten Musik. Doch wenn man dann wirklich einmal alleine wohnt, hat man eines ganz vergessen, dass mit dem Krank werden in Kombination mit dem alleine sein. Derzeit erwischt es mich ziemlich oft! Erkältung kommt immer wieder und manchmal habe ich mitten in der Nacht Bauchkrämpfe! Dazu habe ich mir dann noch vor kurzem den Zeh gebrochen. – Früher hatte ich meine Mutter um mich, oder Judith, die einem wenigstens mal etwas Suppe kochen konnten, doch für solch spontane Kleinigkeiten wohne ich jetzt einfach zu weit weg!

Fenster_Saskia

Letztens wachte ich in der Nacht auf und hätte Schreien können vor Unterbauchschmerzen. Ich hatte vermutlich zu viel in mich hineingefuttert vorm schlafen gehen, oder eher zu viel durcheinander! Jetzt lag ich da und hatte eine Menge Luft im Bauch, ich wollte brechen aber es kam einfach nichts. Laufen viel mir schwer. So kroch ich also zum Klo und wieder zurück, nahm etwas MCP und hoffte dass sich das schon von alleine regelt.. Früher wäre Mama da gewesen und hätte mich abgelenkt, mir gut zugesprochen, oder mir den Bauch gekrault, aber das kann ich um 4 Uhr Nachts auf der Distanz nicht mehr erwarten. Also steigerte ich mich (wie üblich)  immer mehr in diese Schmerzen hinein, lag herum und fühlt mich hilflos. Bildlich gesehen wie ne Schildkröte die auf ihrem Panzer liegt und keiner ihr helfen kann um wieder richtig zu stehen.  Also überlegte ich die 112 zu wählen, doch dachte insgeheim das es ja voll der Blödsinn ist wegen meinen „Kinkerlitzchen“ dort anzurufen und doch raffte ich mich auf und wählte. Ich schilderte mein „Problemchen“ und bekam die Frage: „Möchten Sie ins Krankenhaus?“, die ich mit einem definitiven nein beantwortete.. oder doch lieber? – Nein, schuld waren ja nur diese blöden Maoams und Chips und die Gummibärchen. Der Mann am anderen Ende des Telefons leitete mich dann zum Ärztlichennotdienst in meiner Nähe weiter. Diesem schilderte ich erneut mein Problem und sein Rat war ich solle zur Notfallapotheke fahren und mir dort OMEP holen.. -witzig- dachte ich und sagte ihm das ich keine Ahnung habe wie ich um diese Uhrzeit dahin kommen soll und er riet mir ein Taxi zu beauftragen.. -witzig- dachte ich erneut, denn das könnte ich mir definitiv nicht leisten! Ich bedankte mich trotzdem und legte auf. Ich setzte mich auf mein Bett und die erneute Hilflosigkeit brach über mich ein.. ich entschied mich dieses tara zu lassen und legte mich wieder hin. Nachdem ich noch etwas MCP nahm und mir eine Wärmflasche machte, dazu noch die Bibi Blocksberg Kassette anschmiss, schlief ich dann auch irgendwann ein. Was eine wilde Nacht, aber jetzt bin ich zumindest um eine Erfahrung reicher.. 1. Hausapotheke besser ausstatten!! und 2. Im Notfall kann ich auch immer noch ins Krankenhaus gebracht werden..

IMG_0106Einige Wochen später machte ich dann wieder etwas Poledance und legte mich elegant bei einem Handstand aufs Maul. Tja, dabei habe ich mir dann den Zeh gebrochen. Es war Sonntag und ein Arzt hatte nicht auf. Der Dickezeh schwoll immer mehr an und laufen konnte ich auch nicht wirklich. Doch auch hier wollte ich deshalb nicht ins Krankenhaus. Am nächsten Morgen versuchte ich mir dann einen Fahrer zum Arzt zu organisieren, aber das gestaltet sich gerade an einem Montag sehr schwierig. So lief ich total verkrüppelt zum Bus und schliff mich zum Arzt! (an der Stelle bitte ein bemitleidendes -oooh-) Es war meine eigene Doofheit weshalb ich niemandem einen Vorwurf mache mich nicht gefahren zu haben und letzten Endes habe ich mir auch hier wieder bewiesen ich habs ja dann doch irgendwie auch ohne Hilfe geschafft.
Saskia_wohnen
Fakt ist, wenn du einmal alleine wohnst, solltest du damit rechnen das Mama nicht mehr mal eben eine Suppe kocht, oder dir eine Wärmflasche macht oder dich zum Arzt bringt. Nachher sagte meine Mutter zu mir, alles wäre einfacher gewesen wenn ich noch in Ostbevern gewohnt hätte. Da hat sie Recht! Aber einfach, ist eben auch manchmal einfach nur langweilig! Ein hoch auf die Herausforderungen des Alltags!!

Eure Saskia.

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2 Gedanken zu “Alleine wohnen und krank werden.

  1. Alles hat wirklich seine Vor-und Nachteile und irgendwie habe ich mir beim Lesen etwas Sorgen gemacht, bis ich es begriff, dass es mit den Bauchschmerzen schon länger her war.

    Auch wenn die Eltern weiter weg sind, könnte man/frau notfalls Geschwister oder Freunde mobilisieren und wenn es ganz arg wird, doch den Notarzt.

    Ich wünsche Dir für den Zeh weiterhin gute Besserung und dass Dich Deine Gesundheit weniger im Stich lässt…

    LG

    Maccabros

  2. Aua. Das ist doof. Gute Besserung zuerst mal!

    Bei einem Zehenbruch kann der Arzt relativ wenig machen. Zuerst mal kühlen und Schmerzmittel.

    Alleine zu wohnen ist Segen und Frust zugleich. Erfordert viel Selbstdisziplin, aber bietet natürlich die goldene Gelegenheit, sich diese selbst anzutrainieren.

    Man kann vier Tage lang dasselbe machen – immer mit einer kleinen Variation, bis es perfekt schmeckt. Und dann geht man ein anderes Kochprojekt an… 🙂

    Und so vieles mehr.

    Aber was das Kranksein anbelangt: Ich habe mir gerade so ein „Notfallset“ zusammengestellt aus Tee, Vitaminbrausetabletten, Inhalierzeugs und so, damit ich bei der nächsten Erkältung nicht noch einkaufen muss…

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