Haarige Zeiten!

Haare sind nicht einfach nur Haare. Sie verändern einen, machen einen aus, erzählen Geschichten und können den ein oder anderen sogar zum Weinen bringen! Ich habe schon so ziemlich alles durch was meine Haare angeht. Von dunkel bis hell bis bunt bis lang und wieder kurz, habe ich gerade letztes Jahr die volle Bandbreite an Frisuren und Farben ausgeschöpft. Ich muss zugeben, ich war unzufrieden mit mir selbst und jedes Mal wenn ich meine Haare änderte, war es für mich wie eine Art Neuanfang und zugleich eine Befriedigung, endlich das Material auf dem Kopf zu haben, um all die vielen Experimente durchführen zu können! Doch vor ein paar Jahren hatte ich keinen Einfluss auf die Änderungen die meine Haare und meinen Körper betrafen. Ich veränderte mich und das nicht nur psychisch. Aufgrund verschiedenster Medikamenten-Cocktails und zahlreichen Narkosen vielen mir tatsächlich die Haare aus. Nicht alle, keine Glatze, aber dennoch dünn – Ziemlich dünn! Dazu kam eine Portion Mondgesicht, ein paar Risse a la geplatzte Weißwurst und dieser Beutel an meinem Bauch und – tada, fertig war das in den Keller gesunkene Selbstbewusstsein! Ich wollte, dass sich das ändert. Wollte mich wieder in meinem Körper wohlfühlen. Doch die erste Frage war: Was und vor allem wie? Ich meine, die Risse waren da, das Wasser war da – die Haare waren weg. Es sah nicht gerade danach aus, als hätte ich gute Chancen etwas an mir zu ändern! Aber meine Haare hatten doch noch eine Option! – Die wunderbare Methode der Haarverlängerung.

_MG_7852

_MG_7844Foto: Nirvanna

Meine Haarverlängerung bekam ich damals durch die Unterstützung von Herzenswünsche! Doch ich bekam nicht nur Haare, sondern auch einen Trip nach München mit meinem aller ersten professionellen Fotoshooting. Aufgrund meiner Minnibar Plünderung und den damit verzehrten Erdnüssen hatte ich leider nicht viel von dem Wochenende, mein Stoma war verstopft, ich hatte höllische Bauchschmerzen und als wir wieder in Münster landeten ging es direkt für mich zurück ins Krankenhaus! ( – Memo an mich selbst: Besser kauen!) Aber die Haare blieben mir eine ganze Weile erhalten und halfen mir mein Selbstbewusstsein wieder zu stärken! Ich lag zwar trotzdem weiterhin immer wieder im Krankenhaus, aber wenn ich mal zuhause war, frisierte ich was das Zeug hält!

damalslinks ohne Haarverlängerung, rechts mit Haarverlängerung

Weil mir diese Methode der Haarverdichtung/ Verlängerung damals extrem geholfen hat, möchte ich sie Euch heute noch mal etwas näherbringen. Ich habe mir erneut eine Haarverlängerung einsetzten lassen, um euch die aktuellste Methode einmal vorzustellen.

Der liebe André von Haarscharf bei André und seine Liebe Kollegin die Danny haben sich bereit erklärt mir zu helfen und haben mir sage und schreibe 125 Strähnen, die mir Great Lenghts zur Verfügung gestellt hat, in liebevoller Arbeit in die Haare eingesetzt. Ich habe die Great Lenghts Bondings im Haar die mit Ultraschall fixiert wurden. So wird das Haar nicht geschädigt und bleibt weitergehend gesund! Ich halte das für besonders wichtig, denn damals hatten meine Haare so etwas Zeit sich unter den Extensions zu erholen und zu wachsen.

Das Tragegefühl ist beim ersten Mal etwas ungewohnt. Hin und wieder zwickt und ziept es etwas, aber das lässt auch schnell wieder nach. Mit den Haaren kann ich alles machen was frisieren angeht: Locken, Glätten und wenn man sie an der Luft trocknen lässt, dann hat man sogar „Naturwellen“. Außerdem bietet Great Lenghts eine riesen Auswahl an verschiedenen Farben und Strukturen.

vorher_nachherlinks vorher, mitte während des Einsetzens, rechts nachher 

Um weitere Experimente zu vermeiden (aktueller Stand: Ich habe doch wieder rumexperimentiert!) entschied ich mich also für einen schwarz-grauen Ombré, in den ich vielleicht das ein oder andere mal Farbe eintönen kann (aktuell blau!). Durch die Haare greifen ist nicht mehr ganz so einfach, weil die Bondings harte Plättchen sind, die man natürlich fühlt! Wichtig ist, dass man zu einem Frisör geht der wirklich Ahnung von dem Ganzen hat. Denn der Schnitt hinterher ist ein ebenso wichtiger Teil, um das Ganze so natürlich aussehen zu lassen wie es nur geht! Ich persönlich kann diese Methode wirklich empfehlen, um sich schnell zu verändern und wieder wohlzufühlen. Doch leider ist eine Haarverlängerung auch etwas Kostspieliges. Die Haare benötigen viel an Pflege und Styling, aber darauf habe ich auch endlich wieder Lust – jetzt wo ich das Haar dazu wieder habe! Da das Ganze bis zu 6 Monate hält, werdet ihr mich also ein halbes Jahr lang mit dieser Frisur sehen. (oder auch nicht, denn ich habe sie gestern etwas kürzer geschnitten :-D).

bondings_Zopf
Über die Kosten kann ich leider nichts genaues sagen, denn der Preis wird individuell in einem Beratungsgespräch ermittelt und ist von Deinem Wunsch abhängig. Also, wenn Ihr auch überlegt euch die Haare etwas verdichten zulassen oder sie Euch zu verlängern, dann scheut euch nicht bei dem Frisör eures Vertrauen anzurufen und nach einem Beratungsgespräch zu fragen. Auf der Webseite von Great Lengths könnt Ihr nach einem zertifizierten Frisör in Eurer Nähe suchen. (hier!)

Ich für meinen Teil, bin unendlich dankbar für diese Methode und habe einige neue, interessante Menschen und Geschichten kennenlernen dürfen… Ein Frisörbesuch ist eben oftmals nicht nur einfach ein Frisörbesuch 🙂 

Bis demnächst, eure Saskia!

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2 Gedanken zu “Haarige Zeiten!

  1. Schon sehr mutig, was du mit deinen Haaren schon so alles angestellt hast 😉
    Meine beste Freundin als meine Frisörin meinte schon vor ein paar Jahren dass ich echt schwierig bin. Vor meiner Transplantation war ich so glücklich mit meiner Matte, so lang, gesund und schön wie noch nie. Im Krankenhaus unpraktisch und keiner konnte es sehen, Aber mir egal. Nach der OP werd ich fit, Dann passt das schon. Naja, war dann doch nicht so einfach, hat sich gezogen. Medikamente vertrug ich so naja, meine Hormone machten was sie wollten und ein 3/4 Jahr später waren die 3 übrigen Haare ein Bob. Ich kann total verstehen wie es dir ging (Cortison olé), meine Risse sieht man zum Glück kaum, die 20 kg weniger Dafür umso mehr. Jetzt, fast 2 Jahre nach OP hab ich immer noch einen Bob, Dafür sind fast 2/3 nachgewachsen. Jetzt dürfen sie wieder lang werden 😊
    Haare sind so viel mehr als nur Haare. Das schlimme ist, dass man das erst dann weiß, wenn sie nicht mehr selbstverständlich wachsen.

    Ich bin schon auf dein nächstes Experiment gespannt 😁

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