„Wenn Träume fliegen lernen!“

In dieser Zeit werden wir immer schneller erwachsen. Anstatt an Feen zu glauben, weil sie sonst nicht überleben, wünschen wir uns lieber so schnell wie möglich, viele Likes auf die Bilder unserer Socialmediaaccounts.

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Korrigiert mich, aber heute gibt es nur noch zwei Welten in denen wir Leben – Das wirkliche Leben und das Leben im Internet. Es scheint mir als würde sich die Dritte Welt so langsam verlieren. Die Welt voller Phantasien. Wir haben aufgehört zu träumen. Ich meine so richtig. Wir haben aufgehört uns Phantasiewelten zu erschaffen in denen es nicht darum geht eines Tages reich und schön zu sein, sondern es einfach nur darum geht ein Held zu werden, die Meere zu überqueren, an Feen zu glauben.

Gerade bin ich traurig. Nach dem ich den Film: „wenn Träume fliegen lernen“ geschaut habe, fing ich an viel nachzudenken. Was ist passiert? Mit mir, mit der Kindheit – mit uns allen? Wer wagt es noch Träume zu haben die nicht in diese Welt passen? Die weit von einer vielleicht wirklich zu erreichenden Zukunft liegen.

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Wenn du Schriftsteller werden willst oder Ballerina sind das Träume die du wirklich erreichen kannst und es ist schön an sich und solche Träume zu glauben. Aber was ist mit den wirklich richtigen Träumen? Den grenzenlosen Phantasien über unerklärlich schöne Dinge die es vielleicht niemals geben wird oder niemals gab. Und was ist wenn doch?Vielleicht gibt es wirklich keine Feen mehr und das nur weil wir alle aufgehört haben an sie zu glauben. Weil wir aufgehört haben von Ihnen zu erzählen und weil es heute wichtigere Dinge gibt als an Feen und all die Fabelwesen zu glauben.

Wir alle sind eingeschränkt in unserer Sicht. Versteift und realistisch.  Ja ich bin traurig. Ich habe meine kindliche Fähigkeit verloren Bilder oder Dinge anzusehen und sich bewegen zu lassen. Ich schaute so oft auf meine Pocahontas Poster gegenüber von meinem Bett. Ich hörte sie nicht reden, aber ich konnte sehen wie sie sich bewegte. Schaufensterpuppen waren für mich lebendig sobald ich sie ansah und ich vertraute meiner Kuscheltierarme meine größten Geheimnisse an.

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Heute liegen sie bei meiner Mama auf dem Dachboden und wenn ich weiter darüber nachdenke werde ich wieder traurig. Wann habe ich aufgehört daran zu glauben, dass diese Kuscheltiere die Fähigkeit besitzen mich zu beschützen und meine Geheimnisse behüten? Wann habe ich aufgehört Dinge anzusehen. Ich meine so richtig anzusehen. So dass sie sich bewegen und ich sie fliegen sehe. Ich bin erwachsen geworden und die Wahrheit ist, wir werden alle immer schneller erwachsen. Die Zeit hängt uns im Nacken und Phantasie hat im Alltag nur noch wenig Platz. Wer wäre heute noch gerne Pirat oder Ritter oder Prinzessin? Und warum? Weil wir älter werden und weil wir wissen, dass das alles nur Phantasien sind, die niemals real werden können. Also warum daran glauben! Heute verstehe ich die Welt von Peter Pan und ich verstehe was man mir mit dem König der Löwen sagen will. Oh ja – es macht mich traurig, dass ich all diese Dinge nicht mehr mit den Augen eines Kindes sehen kann. Vielleicht kommt sie eines Tages wieder. – Meine grenzenlose Phantasie

kreativrudel_Lahntour_0916_0477kreativrudel_Lahntour_0916_0463Fotos: Christian Belzer / Kreativrudel Bearbeitung: Saskia Frietsch

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