Fast ein ganzen Jahr später..

Wow. Ich habe es tatsächlich geschafft. Nach dem ich mich vom Sofa aufs Bett bewegt und Instagram bereits 3 mal gecheckt habe, sitze ich endlich am Laptop und schreibe. Ein wirklich unglaublich langer Weg für ein eigentlich überhaupt nicht weit entferntes Ziel. Seit so vielen Wochen habe ich mir vorgenommen zu schreiben, bin Zeilen in der Bahn durchgegangen und euphorisch die Tür hinein gestürmt. Doch jedes mal, wenn ich mich auf das Sofa fallen ließ, mein Abendessen zu mir nahm und dabei Netfilx schaute, verschwand meine Motivation unaufhaltsam gemeinsam mit der untergehenden Sonne. –  Ich weiß nicht wieso es so schwer war den Anfang zu finden, aber er ist gemacht.

Gerade höre ich -Trauriger Macht- von Heisskalt und wie immer bin ich abgelenkt von meiner eigentlichen Tätigkeit. Ich schreibe diesen Text, aber eigentlich dominiert der Text in der Musik meine Gedanken.

„Das verändert nicht nur den Moment, dass verändert alles. Lass uns hier vergessen wer wir sind, ich glaube dir alles!“ 

_MG_4387

Fokus ist für mich ein Fremdwort das ich gerne besser verstehen würde, denn in meinem Kopf fliegen hunderte von Gedanken und Tatendränge, die ich nicht sortiert bekomme. Während ich in die Küche schlendere fällt mir auf, dass die Wand im Flur irgendwie kahl aussieht und ich stelle fest, dass sich das Bild aus dem Schlafzimmer hier  doch echt gut machen könnte. Ich hole einen Hammer und Nägel und schwups hängt das Bild an der Wand. Nach dem ich es dann eine Weile betrachte und darüber nachdenke, ob das die richtige Entscheidung war, fällt mir ganz plötzlich wieder ein, wieso ich eigentlich Richtung Küche geschlendert bin! – Ich hatte Durst und wollte was trinken. – So ungefähr läuft es immer ab, wenn ich mich auf etwas „fokussieren“ möchte.

Neben den seltsamen Tätigkeiten, die mich von meinen eigentlich geplanten Tätigkeiten abschweifen lassen, gibt es außerdem noch diese eine Sache die meinen Fokus stört. Mein Handy. Segen und Fluch zugleich. Ich verbringe täglich so viel Zeit an diesem Ding, dass ich mich kaum traue auszurechnen wieviel kostbare Zeit meines Lebens dafür drauf geht, um mir die neusten Bilder irgendwelcher Influencer, die mir nebenbei mit ihren wirklich perfekten Körpern noch ein ziemlich schlechtes Selbstwertgefühl geben, reinzuziehen. Am meisten schockiert mich aber vor allem der Gedanke daran, was ich in all der verlorenen Zeit hätte machen können! – Ich sag euch, meine Liste ist lang und deshalb folgt hier ein kleiner Auszug aus all den nützlichen Dingen die ich machen könnte, wenn ich mal die unnützlichen Dinge beiseite schieben würde: (Vielleicht schreibt ihr euch auch mal eine Liste, falls es euch genau so geht!)

Aufräumen, Sport machen, weiter Gitarre lernen, Malen, Blog-Beiträge verfassen, meine Buch-Idee weiter ausarbeiten UND endlich anfangen zu schreiben (Nein, keine Biografie, ich möchte eine Fantasy-Geschichte schreiben, die ich mal geträumt habe), ein weiteres Shooting für Projekt Grenzenlos planen, das neue Buch von John Green zu ende lesen, einfach mal Löcher in die Luft gucken, mal meine ganzen Mails beantworten und mehr fotografieren und so weiter und so weiter….

Während ich meine Liste verfasst habe ist mir eine Sache erst so richtig bewusst geworden. Ich verschwende mich. Ich verschwende mein Leben und meine Zeit für etwas das mich nicht weiter bringt, sondern mich ausschließlich nur gefangen hält. Ich will ausbrechen, ich will frei sein und ich kann froh sein, dass ich es selbst in der Hand habe, diesen Kreis zu durchbrechen und endlich anzufangen meine Gott verdammte Liste abzuarbeiten. Ich glaube es ist ein guter Anfang diesen Blogpost heute geschrieben zu haben und ich glaube ich muss in meinen Alltag kleine Erinnerungen einbauen, die mich davon abhalten mich mit dem Handy in der Hand zurück aufs Sofa zu schmeißen. Vielleicht erstelle ich mir die Tage ein Hintergrundbild mit meiner Liste. Ich glaube wenn ich sie mir täglich vor Augen halte, lege ich mein Handy öfters zur Seite und arbeite alles so lange ab, bis mein Hintergrund in einem strahlenden Weiß erleuchtet. – Und wenn dieser Tag kommen sollte, bin ich sicher, werden viele weitere Aufgaben auf mich warten.

Ich bin gespannt und ich wünsche mir für mich selbst, dass mein nächster Beitrag nicht ein Jahr auf sich warten lassen muss.

Doch was morgen sein wird wissen wir nicht. Gerade wächst in mir die Lust euch wieder regelmäßiger mit neuen Gedanken meinerseits zu versorgen, aber versprechen kann ich es nicht. Weil ich eben einfach ein lebender Chaot bin, dem es schwer fällt sich an seine eigenen Regeln zu halten.

Ich hoffe bis sehr bald!

Eure Saskia.

 

Advertisements

3 Gedanken zu “Fast ein ganzen Jahr später..

  1. Ein sehr schöner Blogpost 🙂 Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich versuche zurzeit auch mich mehr auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren. Denn was bleibt einem am Ende davon nur am Handy zu hocken. Das mit der Liste ist auf jeden Fall eine gute Idee, ich glaube ich fange gleich damit an 😉 mehr in der Natur sein, schreiben, lesen, zeichnen, einfach den Gedanken freien Lauf lassen…
    Dir viel Erfolg bei deinen Plänen!

  2. Heyho,
    ich wollte dir nur sagen Respekt für deine Stärke und dein offenen Umgang mit so einer Krankheit!
    Manchmal braucht es drastische Worte um Leute aufzuschrecken/anzuregen.
    Und ich finde bei einer Frau nichts attraktiver als ein schönes Lächeln, und das hast du abolut!
    (sage ich dir auch gerne persönlich, meine Email hast du ja 😉
    Influencer und anderes Gesocks einfach ignorieren so gut es geht.
    Viel Erfolg

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s